AH Tour 13.05.2026 – 17.05.2026

– Die einzig wahre AH-Tour –

Nachdem Thomas Hille und ich bei der letzten Tour als Organisatoren für 2026 ausgeguckt wurden, übrigens 2 Greenhorn in Bezug auf die Organisation von Rudertouren, haben wir uns überlegt wo es denn hingehen könnte. Es sollte nicht so weit weg sein und dort, wo die Tour längere Zeit nicht war. So kamen wir auf den Main.
Ich hatte noch einen Tourplan einer älteren Tour, wonach wir uns dann gerichtet haben.

Also von Wertheim nach Frankfurt. Durch die Skyline von Frankfurt zu rudern erschien mir reizvoll.
Nachdem das geklärt war mußte ein Quartier, möglichst in der Mitte der Tour gefunden werden. Aschaffenburg erschien uns als geeignete Lokalität. Nach einigen emails stand dann fest, dass wir im IBIS styles in der Elisenstraße 21, ganz in der Nähe des Bahnhofes unterkommen.

Nach der Ausschreibung hatten sich 12 Alte Herren angemeldet: Alge Klatenborn, Klaus Huth, Christoph Grzembke, Heinz Effert, Michael Ohlenschlager, Wolfgang Möhl, Reiner Möhl, Hans-Peter Goldscheid, Uli Groß, Ulrich Christian und ich. Thomas hatte bereits eine Reise mit Hurtigruten gebucht und kam deshalb nicht mit. Eric Schmitt hat sich wegen gesundheitlichen Problemen ebenfalls abgemeldet.
Also 11 Personen, 2 Vierer mit Steuermann und 1 Landdienst. Da wir auf den Vereinsbus zurückgreifen konnten und Alge meinte es ginge gut mit der Bahn die einzelnen Stationen der Tour anzufahren war das dann so beschlossen und verkündet.

AH-Tour auf dem Main

Am 12.05. haben wir dann die Boote, Rolandsbogen und Julle verladen. Die Rentnertruppe fuhr dann am 13.05.2026 um 10.00 Uhr vom Bootshaus aus Richtung Wertheim los. Dort angekommen stellten wir fest, das auch die NRG mit 3 Booten auf dem Main unterwegs sein werden. Boote aufriggern und für den nächsten Tag bereit machen. Dann Quartier in Aschaffenburg beziehen.
Dort angekommen war überraschend, dass die Übernachtungskosten bereits beim Einchecken gefordert wurden.
Für das Abendessen war im Wirtshaus Fegerer ein Tisch für uns reserviert. Die Stimmung war aufgrund des guten Essens und trotz des bescheidenen Wetters gut.

14.05.2026
Die Strecke Wertheim Miltenberg (32,5 km) mußte bewältigt werden. Das Wetter hatte sich nicht wesentlich gebessert. Es war kühl und ab und zu regnete es. Ich übernahm den ersten Landdienst. 2 Schleusen waren zu durchfahren. Da wir mit in die große Schleusenkammer konnten klappte das sehr gut. Mittagspause in Dorfprozelten im Gasthaus Goldener Stern. Dort hatte ich uns bei der Vortour bereits angemeldet, so dass ein Tisch für uns reserviert war. Das Essen dort war sehr gut und reichlich. Gestärkt ging es dann auf die 2. Tagesetappe nach Miltenberg. Den Landdienst übernahm Wolfgang Möhl. Bei der Ankunft in  Miltenberg machten sich 2 wieder auf zum Bahnhof, der Rest versorgte die Boote und startete mit dem Bus nach Aschaffenburg. Abendessen gab es dann im Schlappeseppel. Dort gerieten wir in die Vatertagsfeierer, was teilweise recht lautstark von Statten ging.

15.05.2026
Miltenberg – Aschaffenburg (37,1 km).
Die „Marathonstrecke“ unserer Tour, 37,1 km und 4 Schleusen. Hoffentlich klappt das???!!! Uli und Heinz fuhren mit der Bahn nach Miltenberg, der Rest der Truppe wieder mit dem Bus zur Einsatzstelle. Das Wetter hatte sich nicht grundlegend gebessert, also kühl, windig, Regen und ab und an mal ein wenig  Sonne.
Die Bootsschleusen waren zu klein um beide Boote gleichzeitig zu schleusen. Die Prozedur dauerte deshalb ziemlich lange auch weil der Schleusenvorgang recht langsam von statten ging. In einer Schleuse kam es dann dazu, dass das Heck der Rolandbogen auf dem Drempel der Schleuse aufsetzte, was aber Gott sei dank rechtzeitig bemerkt wurde und dann umgehend behoben wurde.
Mittagspause hatten wir dann im Haffen des WSC Erlenbach bei leichtem Nieselregen. Da das Vereinshaus dort nicht bewirtschaftet war hatte der Landdienst Frikadellen und Brötchen besorgt. Der Aquavit von Peter Dabakow (in Memoriam) war aufgrund des Wetters eine willkommene Stärkung. Die Hälfte der Marathonstrecke war also geschafft und die Truppe war weiterhin guten Mutes. Auch die 2. Hälfte der Strecken ging reibungslos über die Bühne, so dass wir rechtzeitig für das Abendessen in Aschaffenburg ankamen. Dort hatte ich eine Reservierung beim Italiener „Papa Rezo“ vorgenommen. Das Essen war gut und die Stimmung der Truppe ebenfalls.

AH-Tour auf dem Main

16.05.2026
Aschaffenburg – Großauheim (28 km)
Beim Frühstück gratulierten wir Reiner Möhl zu seinem 80. Geburtstag und überreichten ein Präsent.
Heinz und ich gingen zu Fuß vom Hotel zum Bootshaus während die übrigen mit dem Bus unterwegs waren. Also heute ein etwas gemütlicherer Teil nur 28 km und 2 Schleusen. Ich wurde dann gedrängt als Steuermann die Rolandsbogen zu übernehmen, meine erste Erfahrung als Steuermann. Auf dem ruhigen Gewässer Main war dies dann auch kein Problem einzig die Einfahrt in den Hafen des WSC Seligenstadt, für die Mittagspause, war für mich etwas knifflig, aber die erfahrenen Steuerleute haben mir geholfen auch dies zu bewältigen. Da auch hier das Vereinsheim nicht bewirtschaftet war, was ich erst ein paar Tage vor unserer Tour erfahren habe, besorgte der Landdienst Brötchen und Fleischwurst. Leider mußte diese bei leichtem Nieselregen im Stehen eingenommen werden. Am Nachmittag war noch eine Schleuse zu bewältigen. Die Bootsschleuse war so groß, dass beide Boote hineinpassten, so dass die Schleusung recht flott ging.
Auf Anraten von Alge haben wir dann die Tour um einige km verkürzt und beschlossen bereits in Offenbach Bürgel die Tour zu beenden. Das Wetter war dabei mit ausschlaggebend. Heinz und ich fuhren deshalb den Anhänger nach Offenbach Bürgel, wo wir ihn auf dem Gelände des dortigen Vereins abstellen konnten.
Das Abendessen war dann beim „Biersepp“ ein uriges und nettes Lokal. Reiner hat uns alle zum Abendessen eingeladen und Heinz hat seinen Einstand gegeben, so dass die anderen einen preiswerten Abend hatten. Traditionsgemäß wurden dann noch die Verantwortlichen für die Organisation der Tour für das nächste Jahr ausgeguckt.

17.05.2026
Großauheim – Offenbach Bürgel (16,6 km)
Da die Strecke nicht so lang war, wurde deshalb ohne Pause durchgefahren. Bei der einen Bootsschleuse konnten wieder beide Boote gleichzeitg geschleuset werden. Gegen Mittag kamen wir dann in Bürgel bei schönstem Sonnenschein an. In dem Biergarten am Bootshaus haben wir uns dann noch gestärkt nachdem die Boote abgeriggert und verladen waren. Die Heimfahrt verlief ruhig und so konnten wir nach Reinigung der Boote bereits um 17.30 Uhr nach Hause fahren.

Stefan Brink