Start in die Rudersaison 2026

-Am 18. April auf neuen Wegen-

Zwar hatte der allgemeine Ruderbetrieb bereits am 1. April nach der Umstellung auf die Sommerzeit wieder begonnen, und auch das Kinder- und Jugendtraining lief eine Woche später an – doch die Saison fühlt sich erst dann wirklich eröffnet an, wenn das traditionelle Anrudern stattfindet.

In diesem Jahr hatte Uli eine besondere Idee: Statt der gewohnten Strecke ab Boppard sollte es diesmal von Kobern-Gondorf an der Mosel bis nach Neuwied gehen. Eine neue Route, die sofort auf Begeisterung stieß – 22 Ruderkollegen meldeten sich an.

Schon am Freitagabend herrschte geschäftiges Treiben: Fünf gesteuerte Boote – ein Zweier, ein Dreier und drei Vierer – wurden verladen und für die Tour vorbereitet. Am Samstagmorgen traf sich die Gruppe vollzählig. Acht Teilnehmer übernahmen den Transport der Boote mit Vereinsbus und Anhänger, während sich die übrigen vierzehn auf den Weg nach Weißenthurm machten, um von dort mit dem Zug über Koblenz nach Kobern-Gondorf zu gelangen.

Als die „Zugfahrer“ an der Einsatzstelle ankamen, wartete bereits alles perfekt vorbereitet: Die Boote lagen fertig aufgeriggert am Ufer. Unter einem leicht bewölkten, aber sonnigen Himmel hieß es zunächst: Sonnencreme auftragen, bevor es losgehen konnte.

Nach der Mannschaftseinteilung und dem obligatorischen Startfoto wurden die Boote ins Wasser gelassen – und schon glitten wir über die ruhige Mosel. Oberhalb des Bootshauses der Rhenania in Koblenz, wo die Mittagspause geplant war, sammelten wir uns wieder, um das Feld zusammenzuhalten. Dort sollte eigentlich ein Drachenbootrennen stattfinden, das wir nicht stören wollten – doch bei unserer Ankunft war noch nichts davon zu sehen.

Stattdessen wurden wir von der Rhenania mit einer Kiste Kaltgetränken versorgt, und so genossen wir unsere Mittagspause in entspannter Atmosphäre. Kurz vor dem Ablegen tauchten dann doch noch zwei Drachenboote auf und boten uns ein zusätzliches sportliches Highlight.

Frisch gestärkt ging es weiter. Uli kündigte uns telefonisch bei der Schleuse in Koblenz an, dennoch mussten wir vor Ort noch auf ein bergauf schleusendes Schiff warten. Währenddessen meinte es die Sonne besonders gut mit uns. Doch die Wartezeit verging schneller als gedacht: Nach etwa 45 Minuten waren wir bereits geschleust und wieder auf dem Weg.

Am Deutschen Eck wechselten wir von der Mosel auf den Rhein – und nahmen Kurs auf Neuwied. Auf dem letzten Abschnitt begegneten uns einige Frachtschiffe, bevor wir kurz nach 16 Uhr wieder unser Bootshaus erreichten.

Dort wartete bereits die wohlverdiente Belohnung: Christoph hatte für 17 Uhr zwei große Pizzen organisiert. Nachdem Boote und Material versorgt waren, ließen wir den Tag auf der sonnigen Terrasse gemütlich ausklingen.

Die neue Strecke war eine sehr schöne Abwechslung. Ein herzliches Dankeschön an Uli für diese gelungene Idee!

Martin Rummel